Neue Studie: Employer Branding als Chance für den Mittelstand

Arbeitgeber müssen dringend mehr für ihre Selbstvermarktung tun. Fachkräftemangel belastet den Wirtschaftsstandort Deutschland. Insbesondere für mittelständische Unternehmen gewinnt deshalb Employer Branding – also das Stärken der Arbeitgebermarke – an Bedeutung. Die Hamburger Medienagentur Oberwasser hat jetzt untersucht, wie weit die deutsche Wirtschaft tatsächlich gekommen ist in der Employer-Branding-Kommunikation. Untersuchungsgegenstand waren die „100 innovativsten Unternehmen in Deutschland“.

1. Viele Mittelständler erkennen die Notwendigkeit von Employer Branding – sie tun sich jedoch schwer mit der Umsetzung.

2. Unklare Strukturen und Zuständigkeiten  (vor allem zwischen Marketing und Personalabteilung) führen zu Verzögerungen und Blockaden.

3. Fachleute und Fachwissen könnten die Employer-Branding-Kommunikation professionalisieren. Vielen Unternehmen fehlen entsprechende Kompetenzen.

4. Vor allem gut ausgebildete Frauen und junge Top-Talente sollten gezielt angesprochen werden.

5. Das Trend-Medium Video sollte intensiver genutzt werden. Erfahrungen zeigen, dass die Zahl der Bewerbungen sprunghaft ansteigt, sobald Videos auf Karriereseiten eingesetzt werden.

6. Lediglich eine kleine Minderheit der Unternehmen setzt Employer-Branding-Instrumente souverän ein. Die Mehrzahl dagegen vertändelt die Chance, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und so gerade auch junge Fachkräfte an ihr Unternehmen zu binden.

Wer als Unternehmen auch in Zukunft Erfolg haben will, muss heute die Leistungsträger von morgen einstellen. Problem: Gut ausgebildete Fachkräfte gehen nicht irgendwohin. Sie lassen sich umwerben von Arbeitgebern, die ihnen besonders viel zu bieten haben. Oder: die sich die Mühe machen, ihre Arbeitgeber-Qualitäten deutlich sichtbar herauszustellen.

Selbst innovative mittelständische Unternehmen haben beim Aufbau ihrer Arbeitgebermarke also noch viel Arbeit vor sich. Und viel zu gewinnen.

 

Download

 

Oberwasser_EB_Studie